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<title>Lotoseffekt</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Lotoseffekt</span></h1>
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<p>Als <b>Lotus-Effekt</b> (manchmal im Deutschen auch <b>Lotoseffekt</b>) wird die geringe <a href="Benetzbarkeit" class="mw-redirect" title="Benetzbarkeit">Benetzbarkeit</a> einer Oberfläche bezeichnet, wie sie bei der <a href="Lotosblumen" title="Lotosblumen">Lotospflanze</a> <i>Nelumbo</i> beobachtet werden kann. Wasser perlt in Tropfen oder rutscht von den Blättern ab und nimmt dabei auch alle Schmutzpartikel auf der Oberfläche mit. Verantwortlich dafür ist eine komplexe mikro- und nanoskopische Architektur der Oberfläche, die die Haftung von Schmutzpartikeln minimiert.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch andere Pflanzen, wie beispielsweise die <a href="Gro%C3%9Fe_Kapuzinerkresse" title="Große Kapuzinerkresse">Große Kapuzinerkresse</a> (<i>Tropaeolum majus</i>), <a href="Schilfrohr" title="Schilfrohr">Schilfrohr</a> (<i>Phragmites australis</i>), <a href="Gem%C3%BCsekohl" title="Gemüsekohl">Gemüsekohl</a> (<i>Brassica oleracea</i>) oder die <a href="Akeleien" title="Akeleien">Akelei</a> (<i>Aquilegia</i>) zeigen, genauso wie manche Tiere (viele <a href="Fl%C3%BCgel_(Insekt)" title="Flügel (Insekt)">Insektenflügel</a>), diesen Effekt, der in der Natur auf biologische Oberflächen beschränkt ist und in der Evolution vor etwa 500 Millionen Jahren mit der Eroberung des Lebensraumes Land entstand.<sup id="cite_ref-barthlott9-23_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-barthlott9-23-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Selbstreinigung" title="Selbstreinigung">Selbstreinigungsfähigkeit</a> wasserabweisender mikro-nanostrukturierter Oberflächen wurde in den 1970er Jahren von <a href="Wilhelm_Barthlott" title="Wilhelm Barthlott">Wilhelm Barthlott</a> entdeckt, und er hat dafür 1992 die Bezeichnung „Lotus-Effekt“ geprägt. Das Prinzip wurde seit Mitte der 1990er Jahre in sog. bionische Produkte übertragen<sup id="cite_ref-barthlott86-93_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-barthlott86-93-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und ist für Handelsprodukte als Markennamen <i>Lotus-Effekt</i> geschützt.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aus dem Lotus-Effekt wurde der <a href="Salvinia-Effekt" title="Salvinia-Effekt">Salvinia-Effekt</a> entwickelt, der bei der Reibungsreduktion von Schiffen und der Ölentsorgung eingesetzt wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schreibweise">Schreibweise</h2></div>
<p>Der Name der Pflanze kommt vom lateinischen „lotus“, das vom griechischen „lotos“ kommt.
</p><p>Im Englischen wie im Deutschen gibt es zwei Schreibweisen: mit u oder o.<br>
Im Englischen wird meist die Schreibweise mit u bevorzugt, im Deutschen ist es genauso.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Funktionsprinzip">Funktionsprinzip</h2></div>
<p>Wassertropfen haben aufgrund ihrer hohen <a href="Oberfl%C3%A4chenspannung" title="Oberflächenspannung">Oberflächenspannung</a> die Tendenz zur Minimierung ihrer Oberfläche und versuchen daher, eine Kugelform zu erreichen. Bei Kontakt mit einer anderen Oberfläche wirken <a href="Adh%C3%A4sion" title="Adhäsion">Adhäsionskräfte</a> (Anhaftungskräfte an die Oberfläche), so dass es zur <a href="Benetzung" title="Benetzung">Benetzung</a> derselben kommt. Abhängig von der Chemie und Feinstruktur der Oberfläche und der Oberflächenspannung der Flüssigkeit kann es zu vollständiger oder unvollständiger Benetzung kommen. Auf Lotusblättern und anderen entsprechend hierarchisch strukturierten Oberflächen rollen die Tropfen nicht nur ab, sondern sie rutschen wie Schlitten mit hoher Geschwindigkeit von der Oberfläche<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und reißen dabei auch Schmutzpartikel mit.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Ursache der Selbstreinigung liegt in einer chemisch <a href="Hydrophobie" title="Hydrophobie">hydrophoben</a> (wasserabweisenden) und doppelt („hierarchisch“) strukturierten Oberfläche.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dadurch wird die Kontaktfläche und damit die Adhäsionskraft zwischen der Oberfläche und den auf ihr liegenden Partikeln und Wassertropfen so stark verringert, dass es zur Selbstreinigung kommt.<sup id="cite_ref-geyer6-3_8-0" class="reference"><a href="#cite_note-geyer6-3-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Doppelstruktur wird von charakteristisch geformten Zellen der <a href="Epidermis_(Pflanze)" title="Epidermis (Pflanze)">Epidermis</a>, deren äußerste Schicht <a href="Cuticula_(Pflanzen)" title="Cuticula (Pflanzen)">Kutikula</a> heißt, und den daraufliegenden feinen Wachskristallen gebildet. Die Epidermis der Lotospflanze bildet etwa 10 bis 20 Mikrometer hohe und 10 bis 15 Mikrometer voneinander entfernte <a href="Papille_(Botanik)" title="Papille (Botanik)">Papillen</a>, auf die die sogenannten <i>epikutikularen Wachse</i> aufgelagert sind. Hierbei handelt es sich um kristalline Stoffe. Diese Wachse sind hydrophob und bilden einen Teil der Doppelstruktur. Somit hat Wasser nicht mehr die Möglichkeit, an die Blattoberfläche zu gelangen, was zur Folge hat, dass sich die Kontaktfläche zwischen Wasser und Oberfläche drastisch verringert. Details der sehr komplizierten Physik der Selbstreinigung solcher Lotus-Oberflächen sind bis heute nicht vollständig verstanden.<sup id="cite_ref-geyer6-3_8-1" class="reference"><a href="#cite_note-geyer6-3-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Hydrophobie von Oberflächen wird über den <a href="Kontaktwinkel" title="Kontaktwinkel">Kontaktwinkel</a> bestimmt. Je größer der Kontaktwinkel, desto hydrophober ist die Oberfläche. Oberflächen mit einem Kontaktwinkel <90° werden als hydrophil, solche mit einem Kontaktwinkel >90° als hydrophob bezeichnet. Bei einigen Pflanzen können Kontaktwinkel von über 160° (<a href="Superhydrophobie" class="mw-redirect" title="Superhydrophobie">Superhydrophobie</a>) erreicht werden. Das bedeutet, dass nur etwa 2 bis 3 % der Tropfenoberfläche mit der Oberfläche der Pflanze in Kontakt kommen, diese also eine extrem geringe <a href="Benetzbarkeit" class="mw-redirect" title="Benetzbarkeit">Benetzbarkeit</a> besitzt. Durch die Doppelstruktur der Lotospflanze können ihre Blätter einen Kontaktwinkel von über 170° erreichen, wodurch ein Tropfen eine Auflagefläche von nur etwa 0,6 % hat. Die Adhäsion zwischen Blattoberfläche und Wassertropfen ist dabei so gering, dass das Wasser abperlt.
</p><p>Aufliegende Schmutzpartikel – die mit dem Blatt nur eine kleinere Kontaktfläche als mit der Flüssigkeit besitzen – werden dadurch mitgeführt und weggespült. Selbst hydrophobe Schmutzpartikel (z. B. Ruß) werden von der Pflanzenoberfläche abgewaschen, weil deren Adhäsion an der Pflanzenoberfläche geringer ist als am Wassertropfen. Die Physik des Lotus-Effektes ist letztlich so komplex, dass sie in einigen Details bis heute nicht vollständig verstanden ist<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.
</p><p>Durch die zentrale Bedeutung der Oberflächenspannung <i>wässriger</i> Lösungen für die Minimierung der Kontaktfläche wird verständlich, dass die Selbstreinigung in dieser Form nicht bei stark <i>benetzenden Lösungsmitteln</i> auftreten kann. Deshalb stellen solche Oberflächen keinen Schutz gegen viele Sprayfarben dar, sondern können z. B. sogar zur Adsorption und Entsorgung von Öl eingesetzt werden.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die biologische Bedeutung des Lotoseffekts liegt für die Pflanze u. a. im Schutz vor einer Besiedlung durch <a href="Mikroorganismus" title="Mikroorganismus">Mikroorganismen</a> (z. B. durch <a href="Krankheitserreger" title="Krankheitserreger">Krankheitserreger</a>), vor Pilz<a href="Spore" title="Spore">sporen</a> oder vor Bewuchs mit <a href="Alge" title="Alge">Algen</a>. Eine weitere positive Wirkung der Selbstreinigung ist das Verhindern von Verschmutzungen, die die Lichtausbeute des Blattes und damit die <a href="Photosynthese" title="Photosynthese">Photosynthese</a> vermindern und <a href="Stoma_(Botanik)" title="Stoma (Botanik)">Spaltöffnungen</a> verschließen könnten. In ähnlicher Weise gilt dies auch für Tiere wie Schmetterlinge, Libellen und andere Insekten: Mit ihren Beinen können sie nicht jede Stelle ihres Körpers zum Säubern erreichen und müssten daher mit nassen Flügeln fliegen können.<sup id="cite_ref-barthlott9-23_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-barthlott9-23-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Technische_Anwendungen">Technische Anwendungen</h2></div>
<p>Die technische Anwendung und wirtschaftliche Bedeutung selbstreinigender Oberflächen ist außerordentlich hoch: Sie werden heute als Paradebeispiel in der Bionik angesehen und „gelten als das bekannteste Beispiel der Inspiration aus der Natur mit einer breiten Anwendung im Alltag und in der industriellen Produktion“.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei dieser Eigenschaft durch Mikro- und Nanostrukturierung superhydrophober biologischer Oberflächen handelt es sich um ein rein physikalisch-chemisches Phänomen, und es lässt sich bionisch auf technische Oberflächen übertragen.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Inzwischen gibt es z. B. weltweit Millionen Gebäude, die mit Lotuseffekt-Fassadenfarben ausgestattet sind.
</p><p>Die Selbstreinigungsfähigkeit wasserabweisender nanostrukturierter Oberflächen wurde in den 1970er Jahren von <a href="Wilhelm_Barthlott" title="Wilhelm Barthlott">Wilhelm Barthlott</a> entdeckt<sup id="cite_ref-barthlott86-93_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-barthlott86-93-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und Mitte der 1990er Jahre mit mehreren Patenten geschützt.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Weiterhin sind Produkte, die auf dem Selbstreinigungseffekt basieren, durch die Marken „Lotus-Effekt“ bzw. „Lotus-Effect“ international umfassend geschützt. Exklusiver Markeninhaber ist die <a href="Sto_AG" class="mw-redirect" title="Sto AG">Sto AG</a> in Stühlingen, unter anderem Hersteller der Fassadenfarbe „Lotusan“,<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> welche 1999 von der Sto AG als erstes kommerzielles Produkt auf dem Markt eingeführt wurde.
Weitere Anwendungsbereiche sind selbstreinigende <a href="Glas" title="Glas">Gläser</a> nach dem Prinzip der Lotospflanze von der Firma Ferro GmbH, die zum Beispiel an den <a href="Toll_Collect" title="Toll Collect">Toll-Collect</a>-Kameras eingesetzt werden. Die Firma <a href="Evonik_Degussa" class="mw-redirect" title="Evonik Degussa">Evonik Degussa GmbH</a> hat Kunststoffe und Sprays entwickelt, die Oberflächen schmutzabweisend machen, z. B. für Autoreifen. Eine Übersicht potenzieller technischer Umsetzungsmöglichkeiten geben Yan u. a. (2011).<sup id="cite_ref-DOI10.1016/j.cis.2011.08.005_15-0" class="reference"><a href="#cite_note-DOI10.1016/j.cis.2011.08.005-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der Werbung werden teilweise irreführend sogenannte „Easy-to-clean“-Oberflächen als selbstreinigende Oberflächen nach dem Lotosprinzip bezeichnet.<sup id="cite_ref-barthlott1-8_16-0" class="reference"><a href="#cite_note-barthlott1-8-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Schweizer Firmen HeiQ Materials AG und <a href="Albers_%26_Co" title="Albers & Co">Schoeller Textil AG</a> haben schmutzabweisende Textilien entwickelt, die Tomatensoße, Kaffee und Rotwein selbst nach mehrmaligem Waschen einfach ablaufen lassen. Eine weitere Einsatzmöglichkeit gibt es bei selbstreinigenden Markisen, Planen und Segeln, die sonst schnell verschmutzen und schwer zu reinigen sind.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Forschungsgeschichte">Forschungsgeschichte</h2></div>
<p>Obwohl das Phänomen der Selbstreinigung von Lotos in Asien seit mindestens 2000 Jahren bekannt ist (Lotos ist unter anderem das Symbol der Reinheit im <a href="Buddhismus" title="Buddhismus">Buddhismus</a>), wurde der physikalische Effekt erst seit Beginn der 1970er Jahre mit dem Einsatz der <a href="Rasterelektronenmikroskopie" class="mw-redirect" title="Rasterelektronenmikroskopie">Rasterelektronenmikroskopie</a> von dem Botaniker <a href="Wilhelm_Barthlott" title="Wilhelm Barthlott">Wilhelm Barthlott</a> erkannt, untersucht und in seinen Grundlagen erstmals 1976 physikalisch erklärt.<sup id="cite_ref-barthlott86-93_3-2" class="reference"><a href="#cite_note-barthlott86-93-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die ursprünglichen Arbeiten wurden vor allem an der Kapuzinerkresse durchgeführt. Die weitergehende wissenschaftlich grundlegende Analyse erfolgte an den Lotosblättern (W. Barthlott, C. Neinhuis 1997),<sup id="cite_ref-barthlott1-8_16-1" class="reference"><a href="#cite_note-barthlott1-8-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> diese Arbeit gehörte in ihrem Bereich im Jahr 2020 mit über 6500 Zitaten weltweit zu den am meisten zitierten wissenschaftlichen Publikationen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mitte der 1990er Jahre gelangen diesen beiden Autoren auch die erste Umsetzung mit technischen Prototypen und die ersten Industriekooperationen. Seit Ende der 1990er Jahre haben vor allem Physiker und Materialwissenschaftler das Phänomen intensiv untersucht, und es existiert inzwischen eine sehr umfangreiche Literatur. Seit 2018 erscheinen jährlich rund 2000 wissenschaftliche Arbeiten zum Thema des Lotus-Effekts.<sup id="cite_ref-geyer6-3_8-2" class="reference"><a href="#cite_note-geyer6-3-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für die Aufklärung des Funktionsprinzips der selbstreinigenden Oberflächen der Lotosblume und ihre Umsetzung in technische Produkte wurden die Arbeiten von Wilhelm Barthlott mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet (1997 Karl-Heinz-Beckurts-Preis, 1998 Nominierung für den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten, 1999 Philip-Morris-Forschungspreis, 1999 Deutscher Umweltpreis, 2005 Innovationspreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und andere).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Animationen">Animationen</h2></div>
<table>
<tbody><tr>
<td>
</td>
<td>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<dl><dt>Bücher</dt></dl>
<ul><li>Z. Cerman, W. Barthlott, J. Nieder: <cite style="font-style:italic">Erfindungen der Natur. Bionik – Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können</cite>. 3. Auflage. Rowohlt Taschenbuch, 2011, ISBN 978-3-499-62024-9.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Lotoseffekt&rft.au=Z.+Cerman%2C+W.+Barthlott%2C+J.+Nieder&rft.btitle=Erfindungen+der+Natur.+Bionik+-+Was+wir+von+Pflanzen+und+Tieren+lernen+k%C3%B6nnen&rft.date=2011&rft.edition=3.&rft.genre=book&rft.isbn=9783499620249&rft.pub=Rowohlt+Taschenbuch" style="display:none"> </span></li>
<li>P. Forbes: <cite style="font-style:italic">The Gecko’s Foot: Bio-inspiration: Engineering New Materials from Nature</cite>. W. W. Norton, 2006, ISBN 0-393-06223-6.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Lotoseffekt&rft.au=P.+Forbes&rft.btitle=The+Gecko%E2%80%99s+Foot%3A+Bio-inspiration%3A+Engineering+New+Materials+from+Nature&rft.date=2006&rft.genre=book&rft.isbn=0393062236&rft.pub=W.+W.+Norton" style="display:none"> </span></li></ul>
<dl><dt>Zeitschriftenaufsätze</dt></dl>
<ul><li>W. Barthlott (2023): <i>The Discovery of the Lotus Effect as a Key Innovation for Biomimetic Technologies.</i> - in: <i>Handbook of Self-Cleaning Surfaces and Materials: From Fundamentals to Applications</i>, Chapter 15, S. 359–369 - Wiley-VCH, <a href="https://doi.org/10.1002/9783527690688.ch15" class="extiw external" title="doi:10.1002/9783527690688.ch15">doi:10.1002/9783527690688.ch15</a></li>
<li>W. Barthlott et al. (2022): <i>Superhydrophobic terrestrial Cyanobacteria and land plant transition</i> – Front. Plant. Sci, <a href="https://doi.org/10.3389/fpls.2022.880439" class="extiw external" title="doi:10.3389/fpls.2022.880439">doi:10.3389/fpls.2022.880439</a></li>
<li>H. C. von Baeyer: <i>The lotus effect.</i> In: <i>The Sciences.</i> (New York Academy of Sciences), Band 40, 2000, S. 95–106.</li>
<li>W. Barthlott, C. Neinhuis: <i>Purity of the sacred lotus, or escape from contamination in biological surfaces.</i> In: <i>Planta.</i> Band 202, Nr. 1, 1997, S. 1–8, <a href="https://doi.org/10.1007/s004250050096" class="extiw external" title="doi:10.1007/s004250050096">doi:10.1007/s004250050096</a></li>
<li>W. Barthlott u. a.: <i>Plant Surfaces: Structures and Functions for Biomimetic Innovations.</i> In: <i>Nano-Micro Letters.</i> Band 9, 2017, Artikel 23, <a href="https://doi.org/10.1007/s40820-016-0125-1" class="extiw external" title="doi:10.1007/s40820-016-0125-1">doi:10.1007/s40820-016-0125-1</a></li>
<li>W. Barthlott: <i>Von Lotusblumen zum Lotus-Effekt – das Problem der Akzeptanz, nicht der Technologie.</i> In: M. Popp (Hrsg.): <i>Wie kommt das Neue in Technik und Medizin? Symposium Karl Heinz Beckurts-Stiftung „Wissenschaftsinnovationen im Wandel“.</i> 2014, ISBN 978-3-00-047469-9, S. 86–93.</li>
<li>W. Barthlott u. a.: <i>Adsorption and transport of oil on biological and biomimetic superhydrophobic surfaces – a novel technique for oil-water separation.</i> In: <i>Phil Trans. Roy. Soc. A.</i> Band 378, Nr. 2167, 2020, Artikel 20190447. <a href="https://doi.org/10.1098/rsta.2019.0447" class="extiw external" title="doi:10.1098/rsta.2019.0447">doi:10.1098/rsta.2019.0447</a></li>
<li>W. Barthlott, M. D. Rafiqpoor, W.R. Erdelen, (2016): <i>Bionics and Biodiversity – Bio-inspired Technical Innovation for a Sustainable Future.</i> In: J. Knippers u. a. (Hrsg.): <i>Biomimetic Research for Architecture: Biologically-Inspired Systems.</i> Springer, Berlin 2016, ISBN 978-3-319-46374-2, S. 11–55. <a href="https://doi.org/10.1007/978-3-319-46374-2" class="extiw external" title="doi:10.1007/978-3-319-46374-2">doi:10.1007/978-3-319-46374-2</a></li>
<li>W. Barthlott, T. Schimmel u. a.: <i>The Salvinia paradox: Superhydrophobic surfaces with hydrophilic pins for air-retention under water.</i> In: <i><a href="Advanced_Materials" title="Advanced Materials">Advanced Materials</a>.</i> Band 22, 2010, S. 2325–2328. <a href="https://doi.org/10.1002/adma.200904411" class="extiw external" title="doi:10.1002/adma.200904411">doi:10.1002/adma.200904411</a></li>
<li>P. Forbes: <i>Self-Cleaning Materials.</i> In: <i>Scientific American Magazine.</i> Band 299, Nr. 2, 2008, S. 88–95. <a href="https://doi.org/10.1038/scientificamerican0808-88" class="extiw external" title="doi:10.1038/scientificamerican0808-88">doi:10.1038/scientificamerican0808-88</a></li>
<li>L. Gao, T. J. McCarthy: <i>The “lotus effect” explained: two reasons why two length scales of topography are important.</i> In: <i>Langmuir.</i> Band 22, Nr. 7, 2006, S. 2966–2967.</li>
<li>F. Geyer u. a.: <i>When and how self-cleaning of superhydrophobic surfaces works.</i> In: <i>ScienceAdvances.</i> Band 6, Nr. 3, 2020. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://advances.sciencemag.org/content/6/3/eaaw9727?intcmp=trendmd-ad">(advances.sciencemag.org)</a></li>
<li>H. de Maleprade, A. Keiser, C. Clanet, D. Quéré: <i>Friction properties of superhydrophobic ridges.</i> In: <i>Journal of Fluid Mechanics.</i> (Cambridge University Press). Vol. 890, 2020.</li>
<li>A. Marmur: <i>The lotus effect: superhydrophobicity and metastability.</i> In: <i>Langmuir.</i> Band 20, Nr. 9, 2004, S. 3517–3351.</li>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Lotus_effect?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Lotuseffekt</a></span></b> – Album mit Bildern und Videos</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Lotuseffekt" class="extiw external" title="wikt:Lotuseffekt">Wiktionary: Lotuseffekt</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.lotus-salvinia.de/">Seite des Entdeckers der Selbstreinigung, Prof. Dr. Wilhelm Barthlott www.lotus-salvinia.de</a></li>
<li><i><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Cassie%27s_law" class="extiw external" title="en:Cassie's law">Cassie's law</a></i> in der englischsprachigen Wikipedia – Eine Arbeit aus dem Jahr 1944 zu dem Thema</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
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<li id="cite_note-barthlott9-23-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-barthlott9-23_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-barthlott9-23_2-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">W. Barthlott u. a.: <i>Plant Surfaces: Structures and Functions for Biomimetic Innovations.</i> In: <i>Nano-Micro Letters.</i> Band 9, 2017, S. 23, <a href="https://doi.org/10.1007/s40820-016-0125-1" class="extiw external" title="doi:10.1007/s40820-016-0125-1">doi:10.1007/s40820-016-0125-1</a></span>
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<li id="cite_note-barthlott86-93-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-barthlott86-93_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-barthlott86-93_3-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-barthlott86-93_3-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">W. Barthlott: <i>Von Lotusblumen zum Lotus-Effekt – das Problem der Akzeptanz, nicht der Technologie.</i> In: M. Popp (Hrsg.): <i>Wie kommt das Neue in Technik und Medizin? Symposium Karl Heinz Beckurts-Stiftung „Wissenschaftsinnovationen im Wandel“.</i> 2014, ISBN 978-3-00-047469-9, S. 86–93.</span>
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<div>
Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/7740902-4">7740902-4</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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